Ich liebe die Geschichte aus der Bibel mit Jesus und den Kindern!
Die Kinder hören Jesus reden und werden von den Erwachsenen und sogar seinen Begleiter*innen nicht zu ihm gelassen. Sie werden ausgegrenzt und nicht ernst genommen, denn sie sind eben nur Kinder. Und ebendiese Kinder sieht Jesus. Er ruft sie nicht nur zu sich, sondern rügt die umstehenden Erwachsenen sogar noch. Nicht nur sagt er: „Lasst die Kinder zu mir kommen“, sondern er belehrt sie und sagt: „Wer sich das Reich Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen.“
Am Sonntag ist Weltkindertag.
Ein Tag, der in besonderem Maß daran erinnern soll, dass Kinder ein Recht darauf haben, gut behandelt und nicht ausgegrenzt zu werden. Dieses Recht müssen wir Erwachsene schützen. Die Bibelgeschichte zeigt uns aber, dass das nicht selbstverständlich ist.
Kinder drohen in der kapitalistischen Gesellschaft an den Rand gedrängt zu werden, denn sie haben kein Geld, und können noch nicht viel Arbeitskraft in die Wirtschaft einbringen. Zunächst einmal kosten sie Geld, sie brauchen einen Platz zum Leben und wollen geliebt werden.
Und doch bringen Kinder einen Wert mit: einen Wert des Strahlens, den Drang nach Leben, die Begeisterungsfähigkeit und auch das Einfordern des eigenen Willens. Kinder bereichern unser Leben und den Blick, die Welt zu deuten.
Sie durchbrechen Muster und malen Träume von einer Gesellschaft in den Himmel, die ausgrenzungslos ist. Eine Gesellschaft, die nicht einteilt in „wir“ und „die Anderen“, sondern sich öffnet für alle. Jesus fordert uns Menschen auf „wie die Kinder zu werden“, und so sollten auch wir uns als Gesellschaft dafür einsetzen, dass wir im Kopf gewachsene Grenzen abbauen, vielfältige Lebensentwürfen fördern und die mitfühlende Liebe zum Menschen, ob Kind oder Erwachsen, als Grundlage unsren Handelns ansetzen.